E-Mail-Marketing
19.09.2014 0 Kommentare

Gmail werkelt und werkelt und werkelt… Hier eine Neuerung, da ein Feature, hier ein Goodie – immer bedacht auf Fortschritt, Innovation und Kundenorientierung. Der Nutzer freut sich, der Marketer schwitzt. Ist Gmail nun Fluch oder Segen? Wir klären auf!

Die Mail-Adresse

Was für den Nutzer hilfreich ist, kann für das E-Mail-Marketing zu einer Herausforderung werden – insbesondere wenn es um das Thema Sperrliste geht.

Denn Gmail ignoriert durch einen Punkt oder beispielsweise ein Minus-Zeichen getrennte Namen im vordersten Teil der Mail-Adresse. Dies bedeutet, dass nicht unterschieden wird zwischen MaxMuster@gmail.com oder Max.Muster@gmail.com. Ebenso wenig trennt Gmail zwischen MaxMuster@gmail.com oder MaxMuster@googlemail.com.

Für das E-Mail-Marketing bedeutet das eine Umstellung im Umgang mit Adressen, die gesperrt werden sollen. Somit müssen bei der Eintragung in eine Sperr- oder Blacklist auch die weiteren Variationen der Adresse bedacht werden:

  • MaxMuster@gmail.com
  • MaxMuster@googlemail.com
  • Max.Muster@gmail.com
  • Max.Muster@googlemail.com

Action-Buttons im Betreff

Die sogenannten Call-To-Action-Widgets am Ende des Betreffs machen es möglich: Interagieren mit E-Mails, ohne diese erst öffnen zu müssen oder den Posteingang zu verlassen.

Dabei muss man zwischen 2 Varianten unterscheiden:

  • In-App Actions

Von der Newsletter-Anmeldung, Bewertung (öffnet ein Widget-Fenster) oder dem Hinzufügen eines Produktes in den Warenkorb ist vieles machbar.

  • Go-To Actions

Hier wird der Nutzer auf eine neue Seite geführt um beispielsweise eine Einladung zu bestätigen oder einen Gutscheincode direkt in den Shop zu überspielen.

Im Kopfbereich lassen sich Art und Funktion definieren wie das Einstellen des Ziel-Link, den der Button verfolgen soll.

Die Buttons basieren auf einem <script>-Schema. Passende Codes finden Sie dazu auf der Google Entwicklerseite.

Beispiel eines Buttons

Quelle: https://developers.google.com/gmail/actions/actions/actions-overview

Unsubscribe-Button

Vorbei sind die Zeiten, in denen es den meisten Abonnenten und Empfängern von Werbemails noch relativ umständlich gemacht worden ist, sich abzumelden oder aber den unerwünschten Absender als Spam zu markieren.

Gmail hat hierzu eine Lösung für seine Kunden: Der Unsubscribe-Button (Abbestell-Link).

Über einen prominent dargestellten Button in der Kopfzeile des Postfachs – direkt neben den Angaben des Absenders – können sich Empfänger nun ganz leicht über Klick auf den Link von jeglichen Werbemails und Newslettern abmelden.

Nach Klick auf eben diesen Link, bekommt der Nutzer ein Popup. Google generiert automatisch eine Information an den jeweiligen Absender mit der Information, dass der Empfänger aus dem Verteiler gelöscht werden soll. Ob diese Funktion aber noch greift, wenn die Werbemail über einen dritten Anbieter versandt worden ist, bleibt abzuwarten.

Popup um Nachrichten abzubestellen

Während der Nutzer von lästigen Werbemails und beschwerlichen Abmeldeprozeduren befreit wird, müssen sich Marketer noch intensiver Gedanken darüber machen, nicht im Spam-Ordner zu landen. Wobei hier erwähnt werden sollte, dass seriöse Versender keinen Grund zur Sorge haben. Immerhin sollten sich Bouncer und Complaints verringern lassen und so die effektive Qualität steigern lassen. 

Tabs – Ordnung ist das halbe Leben

Seit Mai 2013 unterteilt Gmail nun schon das Postfach in mehrere Themenbezogene Tabs bzw. Reiter (Tabbed View). Von Allgemein und Benachrichtigungen bis hin zu Soziale Netzwerke und Promotions (Werbung). Welche das sind, kann eigens eingestellt werden.

Diese Einstellungsmöglichkeit birgt sowohl Pros als auch Kontras. Getreu dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“, kann es sein, dass Werbemails in dem entsprechenden Ordner auch schneller übersehen oder vergessen werden. Auf der anderen Seite, sinkt so die Frustration über nervige Werbung. Der Abonnent hat die Möglichkeit sich erst damit zu befassen wenn er auch Lust dazu hat anstatt im allgemeinen Postfach damit belästigt zu werden.

Abbildung der Ordnerstruktur bei GMail

Schicke Vorschau: Grid View

Im März stellte Gmail den neuen grafischen Werbeordner mit sehr visueller Gitteransicht alá Pinterest vor. Statt der klassischen Listenansicht, soll es im Werbe-Tab bald möglich sein, anhand eines 3-spaltigen Rasters, ein Vorschaubild der E-Mail zu sehen.

Dadurch wird jede E-Mail mit Grafik, Logo (optional), Absender und Betreffzeile dargestellt.

Alternativ können Nutzer aber auch weiterhin die herkömmliche Listenansicht wählen.

Welche Grafik dazu genutzt wird kann definiert werden. Dazu muss eine spezielle Anpassung im HTML-Quelltext vorgenommen werden. Ohne spezielle Anpassung sucht Gmail, unter Beachtung des Google-typischen Algorithmus, selbst eine Vorschau-Grafik aus.

Diese Neuerung birgt zwar Aufwand aber es lohnt sich! Gerade Aktionen werden so wesentlich prominenter und bekommen definitiv mehr Aufmerksamkeit.

Die Betreffzeile behält allerdings Ihre Wichtigkeit denn immerhin nimmt diese bei Gmail auch Auswirkung auf die Sortierung welchem Tab die Mail zugeordnet wird.

Quelle: https://www.gmail.com/intl/en/mail/help/fieldtrial.html

Quelle: https://www.gmail.com/intl/en/mail/help/fieldtrial.html

Fazit: Ob Gmail nun Fluch oder Segen ist, hängt meist davon ab, wie gut Sie sich mit der Materie auskennen und inwieweit Sie auf Neuerungen eingehen. Bleiben Sie immer auf dem Neuesten Stand und behalten Sie den Überblick.

Brauchen Sie Hilfe im Umgang mit Gmail? Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

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